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Mutter von russischer Bank Tinkoff übernimmt Schweizer digitale Vermögenswertfirma

Russische Banken setzen sich zunehmend mit dem digitalen Vermögenswertmarkt auseinander und treten in diesen ein, obwohl die russische Zentralbank Krypto gegenüber sehr feindlich eingestellt ist.

Die TCS Group ist die Eigentümerin der großen russischen Privatbank Tinkoff und engagiert sich nun in digitalen Vermögenswerten.

Das Unternehmen hat in den Schweizer Dienstleister für digitale Vermögenswerte Aximetria investiert. Diese soll das erste große Kryptounternehmen der Gruppe werden, wie die lokale Nachrichtenagentur The Bell am Mittwoch berichtet.

Der Bericht beruft sich auf Daten von Aximetria, denen zufolge TCS 4.449 Aximetria-Aktien im Wert von 100 Schweizer Franken pro Aktie erworben hat. Da das gesamte Aktienkapital von Aximetria rund 535.000 Franken beträgt, liegt die Beteiligung von TCS bei rund 83,2 Prozent.

Ein Sprecher von Tinkoff bestätigte die Nachricht gegenüber Cointelegraph und erklärte, Aximetria sei “Teil der internationalen Expansion der Tinkoff Group. Dabei werde man sich an alle Anforderungen halten, die die jeweiligen Regionen stellen”.

Der Vertreter betonte, Aximetria sei “keine Kryptobörse”, sondern eine “Finanzdienstleistung in der digitalen Vermögenswertbranche”.

Bei Redaktionsschluss steht auf der Webseite von Aximetria, dass das Unternehmen zu TCS gehört. Benutzer von Aximetria können ein “Schweizer Kryptokonto” mit kostenlosen Ein- und Auszahlungen in Euro oder US-Dollar eröffnen. Die Plattform richtet sich nach eigenen Angaben an Kunden in aller Welt.

Quelle: Aximetria

Da die Nachfrage nach Kryptoinvestitionen sprunghaft ansteigt, hatte Tinkoff Schwierigkeiten, Kryptoinvestments in Russland anzubieten, da die russische Zentralbank das Unternehmen daran hinderte, eigene solche Dienstleistungen herauszubringen. Deswegen gibt es in Russland kein einziges Unternehmen, das seinen Sitz in dem Land hat und offiziell Kryptoinvestitionen anbietet.

Die Zentralbank ist für ihre Feindseligkeit gegenüber der Kryptobranche und Bitcoin (BTC) bekannt. Sie will Leuten jedoch erlauben, über ausländische Plattformen in Kryptovermögenswerte zu investieren.

In diesem Zusammenhang: Russlands größte Bank: Schwierigkeiten mit Registrierung von digitaler Vermögenswertplattform

Trotz der negativen Haltung der lokalen Regulierungsbehörden hat die russische Großbank Sber im Dezember einen börsengehandelten Krypto-Fonds aufgelegt, der große Krypto-Investmentfirmen und -Börsen wie Coinbase und Galaxy Digital abbildet. Das ehemals als Sberbank bekannte Unternehmen plante bereits 2018 die Einführung eines Kryptobörsenzweigs unter seiner Tochtergesellschaft Sberbank Schweiz.

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