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Neko Network ist jüngstes Opfer eines DeFi-Hacks – Poly Network bietet Hacker Belohnung von 500.000 Dollar

Das jüngste Opfer einer Reihe von Kryptoangriffen auf DeFi ist Neko Network, das Kryptos im Wert von über 2 Millionen Dollar verloren hat.
Inzwischen gab der Hacker von Poly Network fast alle gestohlenen Kryptos zurück. Poly Network hat nun eine Belohnung von jeweils 500.000 Dollar für die Aufdeckung weiterer Systemschwachstellen ausgesetzt.

Neko Network wurde angegriffen, noch bevor sich der Staub des größten Hacks in der Geschichte von DeFi, dem Poly Network-Hack, gelegt hatte. Laut der Blockchain-Sicherheitsfirma SlowMist erlitt Neko Network einen Verlust von Stablecoins im Wert von über 2 Millionen Dollar. Konkret erhielt die Adresse des Hackers 2 Millionen USDT, 390.000 BUSD und 1BTCB.

Danach nutzte der Angreifer PancakeSwap auf der Binance Smart Chain (BSC), um die gestohlenen Stablecoins in BNB zu tauschen. Von den insgesamt 6.390 entwendeten BNB wurden 2.871 zurückgegeben. Allerdings deutete das Verhalten des Hackers danach nicht auf die Absicht hin, den gesamten Betrag zurückzugeben. Der Hacker hat jeweils 100 BNB an Tornado Cash überwiesen, um Münzen zu mischen. Am Freitag hatte die Adresse des Hackers 2020 BNB von den verbleibenden 3.519 BNB.

Neko Network und DeFi-Hacks

Der Hacker nutzte eine Lücke im Kreditprotokoll von Neko Network auf BSC aus. Der Angreifer verpfändete Vermögenswerte im Namen der Nutzer und überwies die geliehenen Gelder direkt an deren Adresse. Nach dem Angriff fror Neko Network seine Vermögenspools ein. Eine Zeitsperre sorgt dafür, dass es 24 Stunden dauert, einen Fondspool zu entwickeln und Mittel für diesen Pool zu sammeln.

Noch in dieser Woche wurde die Crowdfunding-Plattform DAO Maker von einem Hack betroffen, bei dem mehr als 7 Millionen Dollar erbeutet wurden. Der Hacker schaffte es, USDC von den Aufladekonten der Nutzer zu stehlen und ersetzte sie durch etwa 2.261 ETH, berichtet Wu Blockchain.

Es wird allgemein angenommen, dass der Hacker ETH gegen USDC ausgetauscht hat, da die Mutterorganisation von USDC, Circle, Vermögenswerte leicht einfrieren kann. Im Zusammenhang mit dem jüngsten Angriff auf Poly Network hat Tether fast 35 Millionen USDT eingefroren.

Schätzungsweise sind zwischen 9.000 und 10.000 USDC-Konten von dem DAO Maker-Hack betroffen. Kunden haben bereits berichtet, dass sie ihre Pre-Funding-Einzahlungen vermissen, aber DAO Maker hat noch keine offizielle Stellungnahme abgegeben.

Am Dienstag stahlen ein oder mehrere Hacker Kryptowährungen im Wert von rund 610 Millionen Dollar aus dem Poly Network. Der Hacker hat inzwischen die meisten der gestohlenen Vermögenswerte zurückgegeben, wenn auch in kleinen Teilen. In einer veröffentlichten digitalen Notiz an das Poly-Team machte sich der Hacker jedoch wiederholt über deren Sicherheitsprotokoll lustig. Darüber hinaus behauptete der Angreifer, dass er sogar in der Lage gewesen wäre, Milliardenbeträge abzuschöpfen, wenn „Shitcoins“ in den Raub einbezogen worden wären.

Jetzt bietet Poly Network dem Hacker ein Kopfgeld von 500.000 Dollar als Belohnung für das Aufdecken von Sicherheitslücken. Das Netzwerk bezeichnete den Hacker als „White Hat“ und bedankte sich bei ihm für seine „Hilfe bei der Verbesserung“ der Netzwerk-Sicherheit.

Polynetwork stated that it will provide a legal bonus of US$500,000 for hackers’ “white hat behavior”.

— Wu Blockchain (@WuBlockchain) August 12, 2021

Experten behaupten, dass die Rückgabe aus Bequemlichkeitsgründen erfolgte, da das Waschen gestohlener Kryptowährungen mehr Aufwand erfordere als der eigentlicheDiebstahl. Andere wiederum vermuten, dass der Hacker aus Angst vor Aufdeckung und strafrechtlicher Verfolgung einen Rückzieher gemacht hat, nachdem Forscher einige identifizierende Informationen aufgedeckt hatten.

Nichtsdestotrotz gibt die Angriffsserie Anlass zur Sorge über die Sicherheitslücken des DeFi-Marktes, gerade wegen seines seines explosiven Wachstums. Das DeFi-Netzwerk wurde Monat für Monat angegriffen, meist durch Ausnutzen interner Schwachstellen. Ein Hacker, der selbstbewusst mit der Fähigkeit prahlt, Milliarden zu stehlen, nur weil es Spaß macht, trübt das Bild von DeFi nur noch mehr.

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