Kategorien
News

PayPal will schon bald Kryptowährungen in Großbritannien anbieten

Der Krypto-Handels des großen Zahlungsdienstleisters könnte schon nächsten Monat auf die britische Insel expandieren, was auch deutsche Anleger hoffen lässt.

Der marktführende Zahlungsdienstleister PayPal will sein Dienstleistungsangebot um Kryptowährungen als nächstes in Großbritannien einführen.

Wie aus einer Pressekonferenz zum neuen Quartalsbericht für das Q2 hervorgeht, hat PayPal im zweiten Quartal großen Erfolg mit dem Krypto-Geschäft erzielt. PayPal-Chef Dan Schulman gab im Zuge dessen bekannt, dass Großbritannien das nächste Land sein wird, in dem Kryptowährungen zukünftig über den Zahlungsdienst genutzt werden können:

„Wir sind sehr froh, was die bisherige Entwicklung im Krypto-Geschäft angeht. […] Hoffentlich können wir schon im nächsten Monat den Handel in Großbritannien eröffnen.“

Zudem betont der PayPal-Chef, dass auch der Funktionsumfang der Krypto-Handelsplattform „schrittweise ausgebaut“ werden soll. So wurde jüngst erst das wöchentliche Limit für den Handel mit Kryptowährungen auf 100.000 US-Dollar erhöht.

Auch das Bankensystem soll demnächst angebunden werden, indem „das ACH vollständig integriert und die Zahlungsabwicklung schneller gemacht wird“. Das ACH ist das Automatische Clearinghouse von PayPal, das es Onlinehändlern ermöglicht, auf direktem Weg Zahlungen und Rückerstattungen auf Kundenkonten zu verbuchen.

Darüber hinaus legt Schulman offen, dass der Umsatz des firmeneigenen Zahlungsdienstes Venmo im Q2 im Vergleich zum Vorjahr um 183 % gewachsen ist. Auch hier wurde der Krypto-Handel bisher sehr stark angenommen. Mitte April hatte Venmo Kryptowährungen für knapp 70 Mio. Nutzer zugänglich gemacht.

DeFi auch bald bei PayPal?

Auch die Dezentralisierten Finanzdienstleistungen (DeFi) könnten bei PayPal demnächst eine Rolle spielen, denn Schulman gibt an, dass der Zahlungskonzern bereits daran forscht, wie „das Finanzsystem der nächsten Generation aussehen könnte“. Die Einbindung von Smart Contracts und Dezentralisierten Apps (DApps) steht dabei ganz oben auf der Tagesordnung:

„Wie können wir Smart Contracts effizienter machen? Wie können wir Vermögenswerte digitalisieren und für Anleger interessant machen, die bisher noch keine Berührungspunkte mit diesen hatten? Auch für die DeFi gibt es interessante Anwendungsmöglichkeiten. Daran arbeiten wir bereits sehr hart.“

Die transparenten Äußerungen des PayPal-Chefs kommen kurz nach dem in der vergangenen Woche auf der EthCC-Konferenz in Paris geleakt wurde, dass die Uniswap, die weltgrößte dezentralisierte Kryptobörse, mit dem Zahlungsdienst bereits über eine mögliche Integration in Gesprächen ist.

Wie kürzlich berichtet, plant PayPal zudem eine eigene „Super App“, die unter anderem einen Messenger, ein Sparkonto und eine Krypto-Handelsplattform verbinden soll.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.