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Poly Network-Hacker bekommt Job als Chef-Sicherheitsberater

Poly Network will  seinen Hacker als Chef-Sicherheitsberater einstellen.
Die DeFi-Plattform bemüht sich nach wie vor, die vollständige Kontrolle über die restlichen 235 Millionen Dollar des gestohlenen Geldes wieder zu erlangen.

Es ist etwa eine Woche her, dass Poly Network den größten Raub in der Geschichte von DeFi erlitten hat, einen Diebstahl von 610 Millionen Dollar in Kryptowährungen. Das Netzwerk hat nun seinem Angreifer den Job als Chef-Sicherheitsberater angeboten, entweder aus Dankbarkeit oder Verzweiflung.

Während der anfänglichen Kommunikation mit dem Poly-Team behauptete der Angreifer, dass er gute Absichten habe und „das Projekt retten“ wolle. Der Hacker versprach auch, das gestohlene Geld zurückzuerstatten, wenn auch nur in Teilen, da die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen seien. Poly Network überhäufte den Hacker daraufhin mit Lob und nannte ihn sogar „Mr. White Hat“.

Seitdem hat Poly Network etwa die Hälfte des Geldes zurückbekommen. Der Rest, etwa 235 Millionen Dollar, wurde in einem „Shared-Multisig“–Ethereum-Konto platziert, das zwei Schlüssel zum Entsperren erfordert. Der Hacker hat der DeFi-Plattform bereits einen der Schlüssel gegeben, behält aber noch den anderen.

Poly Network und Hacker-Aktivitäten

Folglich hat Poly Network den Hacker aufgefordert, seinen Schlüssel abzugeben, damit die Kunden eine Rückerstattung erhalten können. Abgesehen von der kürzlich angebotenen Stelle hat das Poly-Team dem Hacker erlaubt, 500.000 Dollar des Geldes zu behalten. Außerdem versicherte das Team dem Hacker, dass es keine rechtlichen Schritte einleiten werde, da „wir zuversichtlich sind, dass er dem Poly Network und seinen Kunden umgehend die volle Kontrolle über die Vermögenswerte zurückgeben wird“.

Dennoch bleibt der Hacker anonym und es ist unklar, ob es sich bei „Mr. White Hat“ um eine Einzelperson oder eine Gruppe handelt. Das Verhalten von Mr. White Hat hat auch Experten verblüfft, die versucht haben, die gestohlenen Gelder zurückzuverfolgen.

„Es scheint, als wolle der Hacker eine gewisse Kontrolle über die Gelder behalten. Mir kommt es so vor, als hätte der Hacker ein gewisses Ego. Er will etwas Aufmerksamkeit behalten“, bemerkte Tom Robinson, Mitbegründer der Blockchain-Forensikfirma Elliptic Enterprises Ltd.

Das Krypto-Ermittlungsunternehmen Chainalysis spekuliert, dass Poly Network den Hacker mit Geld und Auszeichnungen ruhig stellt. Endziel von Poly Team ist es, alles Geld zurückzubekommen. Außerdem spiegelt das Verhalten des Hackers nicht seine angebliche „White Hat“–Natur wider, sagt Chainalysis CTO Gurvais Grigg.

Schwachstellen im DeFi-Ökosystem

Nichtsdestotrotz hat ein verifizierter White-Hat-Hacker den potenziellen Verlust von 109.000 Ether bei der dezentralen Börse SushiSwap verhindert. Der Sicherheitsforscher der Firma Paradigm  entdeckte eine „offensichtliche“ Schwachstelle, als er einen MISO Dutch Auction Smart Contract untersuchte.

Nachdem er seine Ergebnisse bestätigt hatte, kontaktierte das Unternehmen den CTO von SushiSwap, Joseph Delong, und bewahrte SushiSwap vor einem Verlust von 350 Millionen Dollar. Ein Tweet über den BitDAO-Token-Verkauf bestätigte später, dass die Veranstaltung später ohne Probleme verlief.

Da cross-chain DeFi-Plattformen immer beliebter werden, sind sie zu einem häufigen Ziel von Angriffen geworden, was auf die allgemeine Anfälligkeit der Systeme hinweist. Allein in den ersten fünf Monaten dieses Jahres wurden durch DeFi-Hacks rund 256 Millionen Dollar erbeutet. Dies übertrifft die 129 Millionen Dollar, die von denselben Plattformen im gesamten Jahr 2020 gestohlen wurden.

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