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Ripple schließt sich der Digital Pound Foundation zur Entwicklung des digitalen Pfunds an

Der globale Zahlungsdienstleister Ripple und die gemeinnützige Digital Pound Foundation kooperieren, um das digitale Britische Pfund zu schaffen und einzuführen.
80% Prozent der Zentralbanken weltweit sind an eigenen digitalen Zentralbankwährungen interessiert – doch es gibt auch Nachteile.

Ripple hat einen weiteren Schritt in der Zusammenarbeit mit Zentralbanken bei der Entwicklung von digitalen Zentralbankwährungen (CBDC) gemacht. Der internationale Zahlungsdienstleister tritt der Digital Pound Foundation bei, um sein technisches und politisches Fachwissen über CBDC einzubringen. Bei der heute gegründeten Stiftung handelt es sich um eine gemeinnützige Organisation, die die Schaffung und Einführung des digitalen Pfunds in Großbritannien fördert.

Laut Ripple ist Großbritannien seit langem Vorreiter bei der Entwicklung von verantwortungsvoller Innovation und Wachstum im Bereich der Krypto-Assets. Das digitale Pfund ist eins der Ergebnisse der Bemühungen des Landes. Die Existenz einer CBDC würde den Übergang des Landes zu einer innovativen digitalen Wirtschaft und Gesellschaft fördern. Die CBDC wird neben anderen digitalen Währungen auch die Position des Vereinigten Königreichs in der sich entwickelnden digitalen Landschaft sichern. Susan Friedman, Leiterin der Abteilung Politik bei Ripple und jetzt Mitglied des Stiftungsvorstands, formuliert es so:

„Die Stiftung wird dazu beitragen, das Ziel Großbritanniens, ein integrativeres und nachhaltigeres Finanzsystem aufzubauen, voranzutreiben.“

Ripple und die Digital Pound Foundation bündeln ihre Kräfte

Die Stiftung wird vor allem Forschung, Interessenvertretung und die Zusammenarbeit mit verschiedenen Interessengruppen betreiben. All diese Bemühungen sind auf die Gestaltung und die Einführung des digitalen Pfunds ausgerichtet, heißt es in einer Pressemitteilung vom 14. Oktober.

Derzeit erforschen über 80% der Zentralbanken weltweit, darunter auch die Bank von England, irgendeine Form von staatlich gestützter Kryptowährung. Aus diesem Grund hat Ripple eine CBDC-Lösung eingeführt, die effiziente, kostengünstige und nachhaltige Zahlungsinfrastrukturen ermöglicht.

Trotz eines fast einjährigen Rechtsstreits mit der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC breitet Ripple seine Wurzeln in den Zahlungsinfrastrukturen weiter aus. Letzten Monat ging die Zentralbank von Bhutan, die Royal Monetary Authority (RMA), eine Partnerschaft mit Ripple für ihre CBDC-Lösung ein. Ripple arbeitet auch mit der Qatar National Bank und dem britischen Unternehmen Paydek zusammen, um den Überweisungsverkehr mit RippleNet zu erweitern.

Eine Studie von Finextra zeigt die potenziellen Vorteile für Länder, die CBDCs einführen. Abgesehen von ihrer Schnelligkeit und Effizienz würden diese digitalen Währungen dem Rückgang der Verwendung von physischem Bargeld entgegenwirken. Sie würden auch der Bedrohung von Zentralbanken durch Kryptowährungen und andere digitale Münzen, wie Facebooks Libra, entgegentreten.

Zu den Nachteilen gehört jedoch ein verstärkter Wettbewerb zwischen Zentralbanken und Geschäftsbanken, der auch als „Disintermediation“ der Geschäftsbanken bezeichnet wird. Jede Bank würde versuchen, die Aufmerksamkeit der Verbraucher durch bessere Einlagen-, Zins- und Kreditprodukte zu gewinnen. Die Zentralbanken würden sich auch selbst operative Aufgaben auferlegen, etwa die Kontrolle der Kundenidentität und die Bekämpfung der Geldwäsche. Diese Aufgaben liegen derzeit bei den Geschäftsbanken. Darüber hinaus könnten die Nutzer den Mangel an finanzieller Privatsphäre spüren, da die Zentralbanken jede ihrer finanziellen Bewegungen mit Hilfe von CBDCs überwachen könnten.

Allerdings handelt es sich bei CBDCs ebenso wie bei Kryptowährungen und der Blockchain-Technologie um relativ neue technologische Entwicklungen. Die Zeit wird daher zeigen, welche Vorteile und Nachteile sie auf die Finanzsysteme und die Gesellschaft haben werden.

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