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SEC-Chef Gary Gensler wird vom Senat zur Krypto-Regulierung befragt

SEC-Chef Gary Gensler wird am Dienstag in einer Senatsanhörung Fragen zur Regulierung der Kryptobranche beantworten.
Er hatte zuvor mehrfach den Kongress um Unterstützung bei der Durchsetzung seiner Finanzpolitik im Krypto-Sektor gebeten.

Gary Gensler wird vor dem Bankenausschuss des Senats erscheinen, um über die Regulierung der Kryptomärkte zu sprechen. Unzufrieden mit den mangelnden Fortschritten, erwarten die Abgeordneten, dass der Vorsitzende der Securities and Exchange Commission am Dienstag zu den wichtigen Themen Stellung nehmen wird. Die Themen werden sich mit digitale Vermögenswerten wie Bitcoin und Stablecoins, Krypto-Derivaten, Krypto-Handel und Krypto-Kreditplattformen befassen.

Zuvor hatte Gensler erklärt, dass viele Akteure auf dem Kryptomarkt außerhalb des regulatorischen Rahmens der SEC agieren. Den Anlegern fehle daher ein angemessener Schutz vor Betrug, Marktmanipulation, Missbrauch und anderen kriminellen Aktivitäten.

„Ehrlich gesagt ähnelt die Situation derzeit eher dem Wilden Westen oder der alten Welt des „Käufer, passt bloß auf!“, die vor der Verabschiedung der Wertpapiergesetze existierte.“

Gensler und der Senatsausschuss

Darüber hinaus versicherte er, dass die SEC bereit sei, bestehende Befugnisse zu nutzen, um die Finanzpolitik auf dem zwei-Billionen-Dollar-Kryptomarkt durchzusetzen. Die Kommission kann ihre Zuständigkeit auf den Krypto-Sektor ausweiten, sofern der Kongress zustimmt. In einem früheren Interview mit CNBC sagte Gensler, dass manche Kongress-Abgeordnete es ablehnten, sein Anliegen zu unterstützen.

Da die Abgeordneten beide Seiten des politischen Lagers vertreten, bleibt es unklar, ob seine Aussagen die Republikaner zufriedenstellen werden. Letztere fordern seit Monaten schnellere Entscheidungen von der SEC, um von Krypto-Assets zu profitieren. Ein Republikaner, Pat Toomey, wird Gensler dazu befragen, warum die SEC so lange gebraucht hat, um diese Märkte zu unterstützen. Gensler wird auch die Frage beantworten müssen, warum die Behörde bei der Genehmigung verschiedener Kryptoanlagen zögerlich zu sein scheint.

Auf der anderen Seite haben die Demokraten die Notwendigkeit von Rechenschaftspflicht und Aufsicht in der Kryptoindustrie betont. Dazu gehören Senator Sherrod Brown und Senatorin Elizabeth Warren, die vor der Verwendung digitaler Vermögenswerte warnen, trotz ihres überzeugenden Nutzens.

Die SEC und die Regulierung der Finanzbranche

Die Kryptobranche ist für die SEC ein relativ neues Terrain. Viele in Branche  sind jedoch frustriert darüber, dass die Kommission es wiederholt versäumt hat, ihre Regeln zu klären. Dies gilt umso mehr, als von Gensler, einem ehemaligen Blockchain-Professor, erwartet wurde, dass er Antworten auf solche Fragen beschleunigt.

So hat die Regulierungsbehörde beispielsweise Urteile zu verschiedenen Krypto-ETFs aufgeschoben. Letzte Woche hat die SEC ihre Entscheidung über den VanEck Bitcoin ETF auf den 14. November verschoben. Seit dem Aufschub sind nun drei Jahre vergangen. Die Chicago Board Exchange hat sich ebenfalls um eine Genehmigung für die Notierung und den Handel von Anteilen des VanEck Bitcoin Trust bemüht. Das Urteil wurde jedoch in derselben Woche erneut verschoben.

Die Anhörung am Dienstag ist die erste mit Gensler, seit die SEC die Anforderungen der NASDAQ bezüglich Rasse und Geschlecht genehmigt hat. Die Vorstände von Unternehmen müssen nun eine geschlechts- und rassenbezogene Vielfalt aufweisen oder schriftlich erklären, warum sie dies nicht tun können. Die Republikaner waren der Meinung, dass dieser Schritt mit hohen Kosten verbunden sein werde. Die Demokraten hingegen befürworteten ihn mit den Worten: „Amerikanische Unternehmen müssen mehr tun, um die Vielfalt in den Führungsetagen zu erhöhen.“

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