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Spanischer Unternehmer in seinem Haus überfallen – Millionen Euro in Kryptowährung erbeutet

Ein spanischer Unternehmer ist Opfer eines Gewaltverbrechens geworden und wurde um mehrere Millionen Euro in Kryptowährung beraubt.
Raubüberfälle im Kryptoumfeld sind ungewöhnlich, denn noch besteht die Krypto-Kriminalität meist aus Ransomware-Attacken, Phishing-Betrügereien, gefälschten Anzeigen etc.

Die spanische Polizei untersucht derzeit einen Fall, bei dem einem Technologie-Unternehmer Kryptowährungen im Wert von mehreren Millionen Euro aus seinem Haus in Madrid geraubt wurden. Bei dem Opfer, Zaryn Dentzel, handelt es sich um den Mitgründer von Tuenti, einem spanischen sozialen Netzwerk, aus dem ein Kommunikationsunternehmen geworden ist, das inzwischen dem Mobilfunkunternehmen Telefónica gehört.

Laut der Madrider Tageszeitung El País, wurde Dentzel, 38, am Dienstagnachmittag überfallen. Dentzel öffnete seine Haustür, nachdem es geklingelt hatte und wurde von vier oder fünf vermummten Personen ins Haus zurückgedrängt. Die Täter verbanden ihm die Augen, verdeckten die Überwachungskameras und schlugen ihn zusammen. Der Raubüberfall dauerte offenbar mehrere Stunden. Die Angreifer betäubten Dentzel mit einer Taser-Pistole und suchten im Haus nach Wertgegenständen, Dann zwangen sie ihn, das Passwort für ein Online-Konto mit seinem Krypto-Vermögen preiszugeben. Auf dem Konto befanden sich laut der Zeitung mehrere zehn Millionen Euro in Bitcoin.

Krypto-Raubüberfälle auf dem Vormarsch

Schließlich flüchteten die Angreifer mit den gestohlenen Gegenständen. Ein Nachbar Dentzels hörte dessen Hilferufe und alarmierte dioe Polizei. El País berichtet weiter, dass Dentzel mit einer Schnittwunde in der Brust vorgefunden wurde, die er bei dem Überfall erlitten hatte. Forensiker untersuchehn den Tatort.

Diebstähle von Kryptowährungen werden in der Regel durch Hacks, Phishing-Betrug, Ransomware-Attacken und gefälschte Anzeigen verübt. Beispiele dafür ist der 600 Millionen Dollar schwere Krypto-Diebstahl, dem Poly Network Anfang dieses Jahres zum Opfer fiel, und auch auch Cream Finance wurde kürzlich Opfer eines Flash-Loan-Angriffs in Höhe von 117 Millionen Dollar, dem dritten, der auf dem Netzwerk stattfand.

Mehr zum Thema: Poly Network gehackt: 600 Millionen Dollar in Kryptowährungen lösen sich in Luft auf …

Phishing-Betrüger treneten in Google-Anzeigen als echte Krypto-Konto-Plattform auf. Mehr als 500.000 Dollar wurden am Wochenende durch solche Betrügereien erbeutet und mit einer gefälschte Bitcoin-Anzeige, die während der iPhone 13 Enthüllung geschaltet wurde, waren bereits vor Monaten etwa 70.000 Dollar in Bitcoin gestohlen worden. Nach Angaben des US-Finanzministeriums beliefen sich die Ransomware-Zahlungen in den USA zwischen Januar und Juni dieses Jahres auf 5,2 Milliarden Dollar.

Doch auch gewalttätige Krypto-Raubüberfälle sind nicht völlig neu. Im Januar 2018 meldete die britische Polizei einen Überfall auf das Haus von Danny Aston, der eine Krypto-Handelsplattform betrieb. Die Zeitung „The Telegraph“ berichtete, dass bewaffnete Räuber in den Morgenstunden in sein Haus einbrachen und ihn zwangen ihnen Zuganag zu seinen Bitcoin zu verschaffen.

Die Zahl der Verbrechen im Zusammenhang mit Kryptowährungen nimmt zu. 2020 enthüllte die Krypto-Intelligence-Website CipherTrace, dass sich größere Krypto-Diebstähle, -Hacks und -Betrügereien in dem Jahr auf insgesamt 1,9 Milliarden Dollar belaufen haben. Dieser Wert ist der zweithöchste, der jemals aufgezeichnet wurde, nach den 4,5 Milliarden Dollar von 2019.

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