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Südkorea könnte als erstes Land der Welt NFTs besteuern

Die Regulierungsbehörden in Südkorea planen, Steuern auf NFTs zu erheben, nachdem diese als virtuelle Vermögenswerte eingestuft wurden
Die meisten Analysten sind der Meinung, dass dies die Existenz von NFTs im Land bedrohen würde

Regulierungsbehörden weltweit befassen sich mit den neuen Fragen, die Kryptowährungen aufwerfen. Einige Länder haben auf der Grundlage bestehender Vorschriften Steuern auf Kapitalerträge erhoben, während andere völlig neue Steuervorschriften für die neu entstehende Branche erlassen haben. In den USA beispielsweise gelten digitale Vermögenswerte als Eigentum und sind daher steuerpflichtig.

Nun will Südkorea als erstes Land der Welt nicht-fungible Token (NFTs) besteuern. Das Land hat bereits eine 30% Steuer auf Krypto-Transaktionen eingeführt – die ab 2022 in Kraft tritt.

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Wie der Corea-Herald berichtet, ist der geradezu explodierende NFT-Sektor nun auch ins Visier der Financial Services Commission (FSC) geraten. Nach Angaben ihres stellvertretenden Vorsitzenden Doh Kyu-sang plant die Aufsichtsbehörde, Gewinne aus NFT-Verkäufen unter das geltende Gesetz über spezifizierte Finanztransaktionsinformationen zu stellen. Nach diesem Gesetz gelten alle Gewinne aus Kauf oder Verkauf virtueller Vermögenswerte als „sonstiges Einkommen“ und sind daher steuerpflichtig.

Südkorea und NFTs

Ein Auszug aus dem Bericht lautet;

„Eigentümer virtueller Vermögenswerte, etwa NFT-Kunstwerke eines berühmten Künstlers, sind gesetzlich verpflichtet, 20% Steuern auf alle Einnahmen zu zahlen, die 2,5 Millionen Won – 2.102 Dollar – aus dem Verkauf dieser Vermögenswerte übersteigen.“

Und wie die meisten neuen Steuervorschriften wird auch diese in Südkorea nicht ohne Widerstand hingenommen. Das Finanzministerium des Landes ist mit der Bewertung eines NFT als virtueller Vermögenswert durch die FSA nicht einverstanden. Finanzminister Hong Nam-ki sagte;

„Ich denke, dass NFTs noch nicht zu den virtuellen Vermögenswerten gehören.“

Diese kontroversen Meinungen dürften noch für viel Verwirrung sorgen – zum Nachteil des Marktes.

Neben China ist Südkorea eins der Länder, die in Sachen Krypto-Regulierung Schlagzeilen gemacht haben. Das Land hat jedoch nicht wie sein nordwestlicher Nachbar ein vollständiges Verbot von digitalen Vermögenswerten und den damit verbundenen Unternehmungen erlassen. Die Auswirkungen der Regulierung waren auch nicht so erdrückend und marktbewegend wie Chinas Repressalien.

Regulierung und Krypto-Paradiese

Im September verlangte das Land von allen Krypto-Börsen, sich im Rahmen der Bemühungen zur Bekämpfung der Geldwäsche bei der FSC zu registrieren. Gegen Ende des Monats mussten viele Börsen – meist kleine und mittelgroße – wegen Nichteinhaltung der Vorschriften schliessen.

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Trotz alledem sind einige Länder der Welt stolz darauf, kryptofreundliche Steuerregionen zu sein, die die digitale Wirtschaft und technologische Innovation unterstützen. Dazu gehören Weißrussland, El Salvador, Malaysia, Malta, Portugal und die Bermudas. Letztere sind sogar berühmt dafür, die erste Regierung der Welt zu sein, die Gebühren und Steuern in Kryptowährung akzeptiert.

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