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Südkorea untersagt Google und Apple das Angebot von Krypto-Gewinnspielen

Die südkoreanische Glücksspielaufsichtsbehörde hat den Stores von Google und Apple verboten, weiterhin Blockchain-basierte Play-to-Earn-Spiele anzubieten.

Diese Spiele verstoßen laut Behörde gegen die Glücksspielvorschriften des Landes, da sie einlösbare NFTs und Kryptowährung als Gewinne vorsehen.

Blockchain-basierte Spiele werden weltweit zu einer Multi-Milliarden-Dollar-Industrie und gewinnen jeden Tag neue Nutzer. Allerdings wird keiner dieser Nutzer mehr aus Südkorea kommen. Die Glücksspielaufsichtsbehörde des Landes hat Apple und Google angewiesen, diese Play-to-Earn-Spiele aus ihren App-Stores zu entfernen, da sie gegen die Glücksspielbestimmungen des Landes verstoßen.

Südkorea ist einer der größten Kryptomärkte Welt. Auch die Blockchain-Technologie ist dort weit verbreitet. Bei Spielen, die Geld einbringen können, zieht das Game Management Committee (GMC) jedoch eine Grenze.

Der GMC hat sich an Google und Apple gewandt, deren Play Store und App Store die beiden weltweit dominierenden App-Stores sind, und sie angewiesen, die Spiele aus dem Angebot zu nehmen, berichtet die südkoreanische Nachrichtenagentur Naver. Die Behörde hat auch den kleineren App-Vertriebsunternehmen die entsprechenden Verbote übermittelt.

Die Aufsichtsbehörde stellt jedoch klar, dass sie nicht gegen Blockchain-Spiele an sich ist. Vielmehr geht es ihr darum, dass diese Spiele es ermöglichen, Kryptowährungen zu gewinnen, die anschließend in Fiat-Währungen umgetauscht werden können. Dies komme dem Glücksspiel gleich, so die Behörde – und in puncto Glücksspiel gelten in Südkorea strenge Gesetze. Diese begrenzen den Höchstbetrag, der als Gewinn ausgeschüttet werden darf, auf 10.000 koreanische Won, etwa 8,42 Dollar.

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„Spekulative Geldmacherei“

Die südkoreanische Aufsichtsbehörde teilte mit, dass sie den Glücksspielmarkt beobachtet und einen Anstieg der Popularität von Blockchain-Spielen festgestellt hat. Neben den üblichen globalen Plattformen wie Axie Infinity gibt es auch immer mehr lokale Unternehmen in diesem Sektor.

2021 waren sechs der zehn besten Aktien des Landes mit Blockchain-Gaming verbunden, darunter WeMade, das Unternehmen hinter dem äußerst beliebten Blockchain-Spiel MIR4.

Die Aufsichtsbehörde bezeichnete solche Spiele als „spekulative Geldmacherei“ und erklärte:

„Es ist vernünftig, dass P2E-Spiele nach dem derzeitigen Gesetz keine Altersfreigabe erhalten, da Geldprämien in Spielen als Preise angesehen werden können.“

Es ist nicht leicht zu erklären, warum Südkorea so streng mit den Beschränkungen für Glücksspiele umgeht, ohne sich an den Fall „Sea Story“ zu erinnern, der heute 15 Jahre zurückliegt. Sea Story war ein Spielautomaten-ähnliches Video-Arcade-Spiel, das Mitte der 2000er Jahre in Korea sehr beliebt war. Anstelle von Bargeld wurden die Spieler mit Geschenkgutscheinen belohnt, die damals noch nicht verboten waren. Doch schon bald entstanden in der Nähe der Sea-Story-Spielhallen „Cash-Center“, in denen die Geschenkgutscheine gegen Bargeld eingetauscht wurden. Kriminelle Banden hatten eine lukrative Einnahmequelle gewitter, waren aktiv geworden und am Ende gab es Dutzende Tote, viele durch Selbstmord.

Aus diesem Grund spricht sich der GMC gegen Spiele mit signifikanten Geldgewinnen aus. Dessen Leiter hat jedoch klargestellt, dass er nicht generell gegen Blockchain-Spiele ist, sondern  gegen die Geldgewinne.

„Es ist ein Irrglaube, dass der Spieleausschuss neue Technologien wie Blockchain und NFTs blockiert. Das Gesetz zur Förderung der Spieleindustrie wurde im Gegensatz zu anderen Gesetzen zur Förderung der Kultur geschaffen, um Spekulation zu verhindern.“

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