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Südkoreanischer Politiker: Verschiebung des Krypto-Steuergesetzes ist „Pflicht“

„Solange die relevante Infrastruktur noch nicht aufgebaut ist, ist der Verzicht auf die Besteuerung von Kryptowährungen eine Pflicht“, so der Parlamentarier.

Noh Woong-rae, ein Mitglied des südkoreanischen Parlaments und Mitglied der Regierungspartei, will einen Gesetzentwurf zur Besteuerung von Kryptowährungen auf 2023 verschieben.

Wie am heutigen Donnerstag aus einem Bericht der Naver News hervorgeht, will Noh gemeinsam mit einigen Kollegen aus der Demokratische Partei den geplanten Gesetzentwurf des Finanzministers noch ein Jahr hinauszögern, denn dieser soll eigentlich 2022 in Kraft treten. Der Parlamentarier argumentiert, dass es derzeit noch zu schwierig ist, Daten zu Krypto-Transaktionen vollständig zu erheben und zu verwalten.

„Solange die relevante Infrastruktur zur Besteuerung noch nicht ausreichend aufgebaut ist, ist der Verzicht auf die Besteuerung auf virtuelle Vermögenswerte nicht nur eine Option, sondern eine Pflicht“, so der Politiker.

Noh will die nötige Krypto-Regulierung vielmehr durch den parlamentarischen Prozess reifen lassen, anstatt bedingungslos den Vorschlag des Finanzministeriums anzunehmen, denn alles andere würde „das Vertrauen in die Regierung“ unterwandern und „Steuerhinterziehung befeuern“. Finanzminister Hong Nam-ki hatte im April angekündigt, dass seine Regierung ab dem nächsten Jahr Steuern auf Kryptowährungen erheben will.

Die Diskussion der südkoreanischen Politik um digitale Vermögenswerte ist schon länger im Gange. So hatten einige Abgeordnete im vergangenen Jahr bereits eine Steuer von 20 % für Erträge von mehr als 2,5 Mio. Won (knapp 2.100 US-Dollar) zur Debatte gestellt. Daraufhin wurde eine mögliche Krypto-Steuer jedoch zunächst bis Anfang 2022 aufgeschoben.

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