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Südkoreas Finanzaufsicht formuliert neue Krypto-Regulierung

Die Financial Services Commission will mit ihren neuen Vorschriften allen voran die Krypto-Anleger schützen.

Die südkoreanische Finanzaufsicht FSC hat ihre neue rechtliche Definition für Kryptowährungen und neue Regulierungsvorgaben für Krypto-Herausgeber vorgelegt.

Die neuen Regulierungsvorschriften bringen unter anderem strenge Auflagen für Non-Fungible Tokens (NFTs) ohne Kunstbezug und für Denzetralisierte Finanzdienstleistungen (DeFi) mit sich.

In einer entsprechenden Mitteilung der FSC wurden in dieser Woche die neuen Vorgaben vorgestellt, die durch das vorgeschlagene „Gesetz zum Schutz von Krypto-Anlegern“ Einzug in das südkoreanische Rechtssystem halten sollen. Der zugehörige Entwurf wurde bereits beim Parlament eingegeben.

Darin enthalten sind neue Regeln für Token-Herausgeber, die ihre Kryptowährung an einer südkoreanischen Kryptobörse in den Handel bringen wollen. Zugleich droht die FSC saftige Strafen für Unternehmen an, die „unlauteren Profit durch Marktmanipulation oder Insiderhandel“ machen.

Als erstes richtet sich die Behörde an alle Token-Herausgeber, darunter Krypto-Projekte, die eine Kryptowährung per ICO herausgeben wollen, Dezentralisierte Autonome Organisationen (DAOs), NFT-Minting-Services und weitere.

Dahingehend hat die FSC nun verordnet, dass alle Herausgeber zunächst ein Whitepaper vorlegen müssen, das wiederum von einem anerkannten Prüfungsdienst untersucht wird. Auch auf rechtlicher Ebene müssen die betreffenden Projekte zunächst beleuchtet werden, außerdem sind sie verpflichtet, regelmäßig ihre Zahlen gegenüber den Anlegern offenzulegen.

Bis vor kurzem hat die FSC die Non-Fungible Tokens (NFTs) erst gar nicht als Assets anerkannt, doch diese Haltung wurde in dieser Woche endlich aufgeweicht. So werden neben den NFTs nun auch Datenschutz-Kryptowährungen wie Monero (XMR) und Stablecoins wie Tether (USDT) anerkannt.

Die Nichteinhaltung dieser Regeln kann eine Gefängnisstrafe von mindestens fünf Jahren nach sich ziehen, zusätzlich muss das Drei- bis Fünffache des „unfair erzielten Profits“ als Strafe gezahlt werden. Als unfairer Profit würden demnach alle Gewinne eingestuft, die nicht mit den Vorgaben des neuen Gesetzes übereinstimmen.

Den Entwurf sieht die FSC als notwendige Ergänzung, denn das bisherige Finanzrecht schützt die Krypto-Anleger nach ihrer Ansicht nicht ausreichend. Doch auch für die Kryptobranche war das bisher geltende Recht nicht unbedingt von Vorteil, weshalb die neuen Vorschläge nicht nur für die Anleger ein Segen sind.

So bestätigt ein Brancheninsider gegenüber Cointelegraph, dass der neue Entwurf durchaus wohlwollend von den südkoreanischen Krypto-Unternehmen aufgenommen wird:

„Das neue Gesetz, sofern es denn verabschiedet wird, sorgt nicht nur für den Schutz der Anleger, sondern ist auch förderlich für die Weiterentwicklung der Branche.“

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