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US-Behörden bereiten Agenda zur Integration von Kryptowährungen für die Banken vor

US-Behörden prüfen, wie Kryptowährungen und Krypto-Dienstleistungen unter die traditionelle Bankenaufsicht gestellt werden können.
Die größte Herausforderung ist, zu bestimmen, wie aus äusserst volatilen Vermögenswerten bilanztaugliche Sicherheiten werden sollen.

Die US-Bankenaufsicht versucht, einen Weg für Banken zu finden, seriös mit Kryptowährungen umzugehen, sagt Jelena McWilliams, Vorsitzende der Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC). Der Schritt soll mehr Kontrolle über die sich schnell entwickelnden digitalen Vermögenswerte bringen. Das behördenübergreifende Team soll klarere Richtlinien für Banken aufstellen, die Kryptowährungen verwahren oder digitale Vermögenswerte als Sicherheiten für Kredite akzeptieren. Regeln soll es auch für Banken geben, die Krypto-Vermögenswerte in ihren Bilanzen wie traditionelle Vermögenswerte halten. McWilliams erklärte in einem Interview nach einer Fintech-Konferenz:

„Ich denke, dass wir Banken in diesem Bereich zulassen müssen, während wir das Risiko angemessen verwalten und abmildern… Wenn wir diese Aktivität nicht in die Banken bringen, wird sie sich außerhalb der Banken entwickeln… Die Bundesaufsichtsbehörden werden dann nicht in der Lage sein, das zu regulieren.“

Kryptowährung und die Einbindung der Banken

Im Mai sprach Randal Quarles, Vorsitzender des Financial Stability Board, von einem „Sprint“. Das Wort bezieht sich auf das Rennen der drei US-Bankenaufsichtsbehörden, die Entwicklung der Kryptowährungspolitik zu koordinieren. Das sind die Fed, die FDIC und das Office of the Comptroller of the Currency (OCC).

Der Aufschwung der Kryptowährungen hat die Regulierungsbehörden überrumpelt, und überall herrscht noch Unsicherheit. Schon 2020 gab das OCC den Banken grünes Licht für die Verwahrung von Kryptowährung und nannte es „modernes Bankwesen“. Andere Aufsichtsbehörden waren langsamer. Laut dem amtierenden Comptroller Michael Hsu wird jedoch die damalige Entscheidung des OCC derzeit überprüft.

Gleichwohl haben sich viele Banken bereits in der Kryptobranche versucht. US Bancorp zum Beispiel kündigte kürzlich die Einführung eines Kryptowährung-Depotservice für institutionelle Investmentoren. Auch JPMorgan, die Bank of New York Mellon, Wells Fargo und Morgan Stanley bieten inzwischen Krypto-Dienstleistungen an.

Die Bildung einer behördenübergreifenden Taskforce deutet nun darauf hin, dass die Regulierungsbehörden nach einer Möglichkeit suchen, Kryptowährungen offiziell der traditionellen Bankenaufsicht zu unterstellen.

Herausforderungen der Krypto-Regulierung

Wie McWilliams anmerkt, ist es am einfachsten, eine Agenda für die Verwahrung digitaler Vermögenswerten zu entwerfen. Die größte Herausforderung besteht jedoch darin, zu bestimmen, ob und wie diese volatilen Vermögenswerte Sicherheiten sein und in die Bilanzen der Banken aufgenommen werden können.

„Das Problem dabei ist… die Bewertung dieser Vermögenswerte und die Fluktuation ihres Wertes, die fast täglich auftreten kann“, sagte McWilliams. „Man muss entscheiden, welche Art von Kapital- und Liquiditätsbehandlung man solchen Bilanzbeständen zukommen lässt.“

Laut Bloomberg könnte die Securities and Exchange Commission SEC diese Woche das Mandat für die Regulierung von Stablecoins erhalten. Danach werden die Gesetze des Kongresses zur Überwachung von Stablecoins zur Anwendung kommen.

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