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US-Finanzministerium: Bitcoin-Lösegeldzahlungen nach Ransomware-Attacken betragen 5,2 Milliarden Dollar

Laut dem Financial Crime Enforcement Network des US-Finanzministeriums flossen 5,2 Milliarden Dollar an Lösegeldzahlungen nach Ransomware-Attacken.
Das Jahr 2021 könnte mehr Ransomware-Kriminalität mit Lösegeld-Forderungen in Kryptowährung verzeichnen als je zuvor.

Das Financial Crime Enforcement Network (FinCEN) des US-Finanzministeriums beziffert Bitcoin-Ransomware-Zahlungen auf unglaubliche 5,2 Milliarden Dollar. Das geht aus Daten hervor, die zwischen dem 1. Januar 2011 und dem 30. Juni 2021 erhoben wurden. Das FinCen bringt dieses Bitcoin-Transaktionsvolumen mit den 10 bekanntesten Ransomware-Angriffen in Verbindung. Darüber hinaus ergab die Analyse 2.184 Verdachtsmeldungen (Suspicious Activity Reports, SARs) und 177 konvertierbare virtuelle Währungen.

Laut der FinCEN-Analyse haben die Verdachtsmeldungen im Zusammenhang mit Ransomware im Laufe des Jahrzehnts zugenommen. Der erste Anstieg erfolgte 2016, die höchsten Zahlen wurden dann 2020 und 2021 verzeichnet. In dem Bericht heißt es;

„FinCEN ermittelte 590 Millionen US-Dollar an Verdachtsmeldungen im Zusammenhang mit Ransomware, ein Anstieg um 42% im Vergleich zu insgesamt 416 Millionen US-Dollar für das gesamte Jahr 2020.“

Darüber hinaus lagen der Mittelwert der gesamten monatlichen mutmaßlichen Ransomware-Transaktionen bei 66,4 Millionen US-Dollar und der Median bei 45 Millionen US-Dollar.

Ransomware-Angriffe und Krypto-Zahlungen

FinCen warnte, bei anhaltendem Trend würde die Zahl der Verdachtsmeldungen im Jahr 2021 die der letzten zehn Jahre übertreffen. Ein solches Szenario „würde einen anhaltenden Trend zu einem erheblichen Anstieg der gemeldeten Ransomware-Aktivitäten von Jahr zu Jahr darstellen“.

Bitcoin war bei diesen Angriffen das häufigste geforderte Zahlungsmittel. Allerdings wurden datenschutzfreundlichere Kryptowährungen wie Monero, mit Geldwäscheaktivitäten in Verbindung gebracht. Monero beispielsweise nutzt mehrere Technologien zur Förderung der Privatsphäre der Nutzer, darunter Stealth-Adressen und einen Mechanismus zur Aufteilung von Transaktionen.

Viele Regierungen, darunter auch die USA, sind gegenüber Ransomware-Angriffen besonders allergisch geworden, vor allem aufgrund ihrer Involvierung von Kryptowährungen. Der Colonial Pipeline-Angriff, der im Mai dieses Jahres stattfand, war einer der bemerkenswertesten dieser Angriffe. Die Täter forderten 75 Bitcoin – damals etwa 5 Millionen Dollar – von denen das FBI später behauptete, den Großteil wiedererlangt zu haben.

JBS, der größte Fleischlieferant der USA und weitere 200 US-Firmen wurden ebenfalls Opfer ähnlicher Straftaten. Auch Osteuropa wird zunehmend davon geplagt, wie ein Bericht des Blockchain-Analyseunternehmens Chainalysis zeigt. Die Region schickt mehr Kryptowährung in die Darknet-Märkte als jede andere Region.

Mehr zum Thema: REvil Demands $70 Million in Bitcoin after Striking 200 US Firms

Eindämmung der Krypto-Kriminalität

Wie die Regierung Biden Anfang des Jahres feststellte, weisen diese Ereignisse auf die Anfälligkeit großer Organisationen hin. Dazu gehören Finanzinstitute, Regierungen und Gesundheitssysteme. Die Regierung versprach daher Sanktionen und strenge Maßnahmen gegen alle Beteiligten dieser Form von Kriminalität. Letzten Monat kündigte das US-Finanzministerium die ersten Sanktionen gegen die russische Kryptowährungsbörse Suex wegen angeblicher Geldwäsche an.

Darüber hinaus haben Kryptobörsen wie Binance neue Mitarbeiter mit Erfahrung in der Geldwäsche-Bekämpfung eingestellt. Die US-Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde SEC sagt ebenso wie der Gesetzgeber, dass sie gegen Bitcoin und andere kriminelle Aktivitäten im Zusammenhang mit Kryptowährungen vorgehen werde.

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