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US-Finanzministerium verlangt neue Regeln für Stablecoin-Emittenden aufgrund finanzieller Risiken

Das US-Finanzministerium fordert den Kongress auf, neue Regeln für Stablecoin-Emittenten einzuführen, um eine Destabilisierung des Finanzsystems zu vermeiden.
Ein Kopfgeld in Höhe von 1 Million Dollar für die Aufdeckung des Tether-Guthabens wurde noch nicht in Anspruch genommen – es heißt, nur 10% würden  in Bargeld und Bankeinlagen gehalten.

Das US-Finanzministerium ist der Ansicht, dass diese Formen von Kryptowährungen ein großes Risiko für das Finanzsystem darstellen. Laut einer Empfehlung, die dem Kongress vorgelegt wurde, will das Ministerium, dass Stablecoin-Emittenten ähnlichen Anforderungen wie traditionelle Banken und Finanzinstitute erfüllen müssen. Bislang bewegen sich die Emittenten in einer Grauzone, in der sie sich als „Technologieunternehmen mit Online-Diensten“ ausweisen.

Seit Anfang des Jahres ist der Umlauf von Stablecoins von knapp 30 Milliarden auf über 130 Milliarden Dollar enorm gestiegen. Das große Interesse an Kryptowährungen hat die US-Aufsichtsbehörden dazu veranlasst, die aktuellen Regeln und das damit verbundene Risiko genau unter die Lupe zu nehmen. Die Regulierungsbehörden haben Stablecoins als äußerst riskant eingestuft, da sie auf Bundesebene weitgehend unreguliert sind. Insbesondere Verbraucherbetrug wird als hohes Risiko gesehen. Damit wird der Regulierungsbedarf für Stablecoin-Emittenten begründet.

„Werden keine Maßnahmen ergriffen, besteht die Gefahr, dass die Zahl der Stablecoins ohne angemessenen Schutz für die Nutzer, das Finanzsystem und die Wirtschaft im Allgemeinen zunimmt.“

Finanzministerin Yellen stellte fest, dass sich Stablecoins in einem kritischen Stadium befinden. Sie sagte aber, dass sie bei angemessener Aufsicht das Potenzial hätten, vorteilhafte Zahlungsoptionen zu unterstützen. Aber sie schränkte ein, dass das „Fehlen einer angemessenen Aufsicht Risiken für die Nutzer und das System darstellt“.

Senator Sherrod Brown, der den Vorsitz im Bankenausschuss des Senats innehat und den Vorstoß begrüßte, fügte hinzu, dass eine Regulierung zum Schutz von Anlegern und Verbrauchern und zur Gewährleistung der Marktintegrität von entscheidender Bedeutung sei.

„Wir müssen sicherstellen, dass alle neuen Finanztechnologien den Gesetzen und Vorschriften zum Schutz von Anlegern, Verbrauchern und Märkten unterliegen und dass sie unter gleichen Bedingungen wie die traditionellen Finanzinstitute konkurrieren.“

Unklarheiten bei Tether M-Kopfgeld-Programm

Der größte Stablecoin-Emittent, Tether, ist in letzter Zeit wegen seiner Reserven in die Kritik geraten. Anfang des Jahres gab Tether zu, dass nur 76% seiner Reserven in Form von Bargeld und Bargeldäquivalenten gehalten wurden. Außenstehende Experten halten es für möglich, dass es nur 10% sein könnten.

Mehr zum Thema: Tether steht im Rampenlicht – weil neue USDT zur Hinterlegung als Krypto-Kreditsicherheiten erzeugt werden

Die Kontroverse um die Reserven hat Hindenburg Research, ein forensisches Forschungsunternehmen, dazu veranlasst, das „Hindenburg Tether Bounty Program“ zu starten. Mit dem Programm will das Forschungsunternehmen Informationen aufdecken, die zu bisher nicht veröffentlichten Details führen. Es wird eine Belohnung von 1 Million Dollar für die Partei(en) ausgelobt, die solche Details enthüllen. Das Angebot steht seit einer Woche, und bisher gibt es keine Reaktion darauf. Viele Kenner der Krypto-Branche betrachten Tether als tickende Zeitbombe mit einer Sprengkraft von mehreren Milliarden Dollar.

We have doubts about the legitimacy of Tether, so today we announce the Hindenburg Tether Bounty Program, a reward of up to $1,000,000 for details on Tether’s backing.

(1/x)https://t.co/DP5dWDcYmJ

— Hindenburg Research (@HindenburgRes) October 19, 2021

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