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USA und Südkorea entschädigen Kryptobetrug-Opfer gemeinsam

US-amerikanische und südkoreanische Ermittler haben gemeinsam drei Verdächtige festgenommen, die 2017 einen Phishing-Betrug mit Kryptowährungen begangen haben sollen.
Von den gestohlenen 756.000 Dollar wurden rund 118.000 wiederbeschafft und als Entschädigung an einige der Opfer ausgezahlt.

Strafverfolgungsbehörden der USA und Südkoreas deckten zusammen einen 2017 begangenen Phishing-Betrug auf. Nach Ergreifung der Täter wurden Maßnahmen ergriffen, den Geschädigten ihr Eigentum wiederzubeschaffen, teilten die Behörden in Südkoreas Hauptstadt Seoul am 23. Dezember mit.

Bislang hat die Generalstaatsanwaltschaft Südkoreas zwei Bürger des Landes verhaftet, die des Cyberbetrugs mit Kryptowährung verdächtigt werden. Das FBI hatte 2018 seinen Beitrag dazu geleistet, indem es den koreanischen Behörden relevante Informationen geliefert hatte. Mit deren Hilfe ermittelten die Koreaner die Identität eines der Verdächtigen, der Japaner sein soll.

Anschließend kooperierten die amerikanischen und koreanischen Behörden bei der Beschlagnahmung  von Teilen der Beute bei einem weiteren Verdächtigen, einem Süd-Koreaner. Bisher wurde ein Betrag von umgerechnet 118.000 Dollar sichergestellt, der vollständig zur Entschädigung von Betrugsopfern verwendet wurde.

USA und Südkorea kooperieren bei Ermittlungen von Cyber-Betrug

Die Vorgeschichte dieser Ereignisse reicht bis Juni 2017 zurückab, als eine in den USA betriebene Phishing-Website für Kryptowährungen betrieben wurde, die angeblich mit Ripple in Verbindung stand. Insgesamt wurden 61 Geschädigte ermittelt, deren Daten vermittels dieser Website illegal beschafft worden waren. 24 der Opfer waren Südkorenaer, 37 waren Japaner. Insgesamt verloren die Geschädigten 756.000 Dollar.

Den drei festgenommenen Verdächtigen wurde vorgeworfen, IDs und Passwörter gehackt und Kryptowährung in Millionenhöhe gestohlen zu haben. Ihre Verhaftung war möglich geworden, nachdem das FBI Informationen an Südkorea geliefert hatte, die die dortigen Ermittlungbehörden in die Lage versetzten, entsprechende Fahndungen einzuleiten. Die beiden koreanischen Verdächtigen wurden zu zweieinhalb bzw. einem Jahr Gefängnis auf Bewährung verurteilt.

Krypto-Betrug ist sehr schwer zu ermitteln

Die Wiederbeschaffung der Kryptowährung hat länger gedauert als erwartet, obwohl die Täter bereits gefasst waren. Erst im März 2019 fand das FBI aussagekräftige Informationen – einer der Täter hatte Kryptowährung in einer US-Börse versteckt. Dem FBI gelang es, die Vermögenswerte einzufrieren und zu beschlagnahmen. Anschließend übermittelte es eine Liste mit 10 vermutlichen Betrugsopfern an Südkorea. Bis Ende November 2021 wurde die Zahlung von 118.000 Dollar an acht der Opfer abgeschlossen.

Derzeit arbeiten die US-Behörden an der Entschädigung der Opfer aus Japan. Ein Beamter der südkoreanischen Strafverfolgungsbehörden sagte:

„Betrügereien mit Kryptowährungen sind sehr schwer aufzuspüren. Dies ist das erste Mal, dass die Staatsanwaltschaft den gesamten Prozess der Ermittlung und Schadensbehebung durch internationale Zusammenarbeit erfolgreich durchgeführt hat.“

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