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Wegen illegalem Krypto-Mining – CEO der Börse von Teheran tritt zurück

Die iranischen Behörden haben zum Ende des Mining-Verbots über den Sommer noch einen großen Schlag gelandet.

Ali Sahraee, der Geschäftsführer der Börse von Teheran, ist zurückgetreten, nachdem in den Räumlichkeiten der Börse illegale Mining-Geräte gefunden wurden.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur Republic News Agency berichtet, wird Mahmoud Goudarzi, der Vize-Präsident der Tehran Stock Exchange (TSE), ab sofort die Geschäftsleitung übernehmen. Hauptgrund für den plötzlichen Abgang von Sahraee sollen demnach „mehrere Mining-Geräte“ sein, die in den Kellerräumen des Börsengebäudes im Stadteil Sa’adat Abad entdeckt wurden.

Die TSE dementierte zunächst, dass es sich dabei um Hardware für das Mining von Kryptowährungen handelt, vielmehr wären die Geräte Teil eines Forschungsprojekts. Nachdem sich dies jedoch als Falschinformation herausstellte, gestand der stellvertretende TSE-Direktor Beheshti-Sarsht ein, dass die Börse nun die Verantwortung für ihr unrechtmäßiges Handeln tragen müsse.

Der iranische Präsident Hassan Rouhani hatte im Mai angekündigt, dass Krypto-Mining über die Sommermonate weitestgehend verboten sein wird, um die daraus entstehende Belastung für das Stromnetz des Landes zu minimieren. Im Fall der TSE waren die Behörden durch eine „kurzfristige Razzia“ auf die Mining-Geräte gestoßen. Wann genau diese gefunden wurden, ist unklar, doch das oben genannte Mining-Verbot gilt ohnehin bis zur letzten Septemberwoche.

In der Verbotszeit sind die iranischen Behörden gegen viele kleine und große Krypto-Miner vorgegangen. Auch Privatleute wurden für den Abbau von Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) belangt. Der Großteil der Ermittlungen fokussierte sich dabei auf leerstehende Fabrikgebäude, Privatwohnungen und kleine Unternehmen, weshalb der Fall der Teheraner Börse in diesem Zusammenhang nun umso größere Wellen schlägt.

Der Iran ist in den letzten Monaten von einer regelrechten Energiekrise geplagt, die immer wieder zu massiven Stromausfällen im ganzen Land geführt hat. Regierung und Behörden schieben dabei allen voran dem Krypto-Mining den Schwarzen Peter zu. Der Abbau von Kryptowähurngen soll übermäßig viel Strom verschlingen, und die Krise dadurch überhaupt erst auslösen. Ein Bericht des iranischen Wirtschaftsministeriums hatte im August dann jedoch ergeben, dass der etwaige Stromverbrauch durch Krypto-Mining „maßlos übertrieben“ ist.

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