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Weißrussland setzt sich für nationales Mining von Kryptowährungen ein

Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko ruft dazu auf, Kryptowährungen in seinem Land zu schürfen, da es über genügend Strom verfüge.
Er sagte diese Arbeit sei lohnender als niedere Tätigkeiten in der Landwirtschaft in Übersee.

Alexander Lukaschenko, Präsident von Weißrussland, drängt auf mehr Mining von Kryptowährungen in seinem Land. In seiner Rede bei der Eröffnung der Petrikovsky Mining and Processing Plant Anfang dieser Woche nannte Lukaschenko eine Reihe von Gründen dafür. Er wies darauf hin, dass das Mining von Kryptowährungen auf heimischem Boden lohnender ist als bescheidene landwirtschaftliche Tätigkeiten im Ausland. Dazu gehört beispielsweise das Pflücken von Erdbeeren in Polen.

Insbesondere drängte Lukaschenko die Angestellten des Düngemittelunternehmens Belaruskali, mit dem Mining von „Kryptowährungen oder wie auch immer sie genannt werden“ zu beginnen und dabei alle elektrischen Ressourcen zu nutzen, die das Land entbehren kann.

„Wir müssen einsehen, dass niemand irgendwo auf uns wartet. Und wenn jemand wartet […] Vielleicht auf den Plantagen, wie die Ukrainer oft sagen, die Polen dort oder die Deutschen, dann  müssen wir uns winden, Erdbeeren pflücken.“

Stromkapazitäten in Weißrussland reichen für Krypto-Mining aus

Außerdem betonte er, dass das Land über genügend Strom verfüge, um die Infrastruktur für das Krypto-Mining zu betreiben.

„Erstelle etwas mit Strom. Am Ende fangen Sie an, Kryptowährung zu schürfen, oder wie auch immer das heißen mag. Es gibt genug Elektrizität in diesem Land.“

Weißrussland ist eins der kryptofreundlichsten Länder der Welt. Seit Dezember 2017 sind Bitcoin und andere Kryptowährungen legalisiert worden. Dies geschah nach der Verabschiedung des Dekrets über die digitale Wirtschaft. Der Schritt sollte das Wachstum der Privatwirtschaft fördern und ausländische Investoren anlocken.

Darüber hinaus verzichtet das Land bis 2023 auf alle kryptobezogenen Steuern und fördert weiterhin die Verwendung digitaler Währungen. Seit November letzten Jahres bietet Weißrusslands führende Bank einen Umtausch-Service für Kryptowährungen an. Kunden können nun mit ihren Visa-Karten digitale Vermögenswerte kaufen und verkaufen.

Anstieg des Krypto-Minings

Obwohl es keine offizielle Ankündigung gibt, deuten die Kommentare des Präsidenten auf die Legalisierung von Krypto-Mining hin. Damit könnte Weißrussland zu Ländern wie Iran und Kasachstan aufschließen. Die iranische Regierung genehmigte das Bitcoin-Mining im Juli 2019. Das Vorhaben schien ideal, um die sinkende Wirtschaft des Landes nach mehreren Handelssanktionen zu retten. Der Iran hatte sogar erwogen, die digitale Währung für den internationalen Handel zu nutzen. Später verbot die Regierung jedoch das Bitcoin-Mining aufgrund mehrerer Stromausfälle, die auf illegales Mining zurückzuführen waren. Das Land plant jedoch, Anfang September wieder in den Betrieb einzusteigen.

Kasachstan wiederum stieg in das Bitcoin-Mining-Geschäft ein, nachdem die chinesische Regierung rabiat gegen Kryptowährungen und deren Mining vorgegangen war. Gleichzeitig wanderten chinesische Miner in die USA und andere nordamerikanische Länder ab. Dies beendete nicht nur die chinesische Vorherrschaft in der Bitcoin-Mining-Industrie, sondern führte auch zu einer stärkeren Dezentralisierung des Netzwerks.

Bei Redaktionsschluss wurde Bitcoin unseren Daten zufolge für rund 50.000 Dollar gehandelt. Er verzeichnete außerdem ein 24-Stunden-Handelsvolumen von 39,7 Milliarden Dollar. Damit macht Bitcoin zurzeit etwa 42% Prozent des Kryptomarktes aus.

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