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Wharton-School Professor sieht Kryptomarkt 2022 in der Krise

Professor Kevin Werbach von der Wharton Business School hält 2022 einen 80-prozentigen Absturz der gesamten Kryptobranche für möglich.
Er rät Anlegern, die Finger von Investitionen in das Web 3.0 und das Metaverse zu lassen.

Es sind nur noch zwei Wochen bis zum Jahr 2021, und der Kryptomarkt sieht für Investoren nicht besonders aufregend aus. Professor Kevin Werbach von der Wharton Business School, die bei vielen Experten einen besseren Ruf hat als Harvard, glaubt, dass die Dinge im nächsten Jahr nicht besser werden. Im Gegenteil: Werbach prognostiziert einen Krypto-Winter für das kommende Jahr, weil Web 3.0 und Metaverse zwar schon jetzt gehyped würden, aber praktisch noch völlig unrealistisch seien.

Die Kryptobranche ist in den letzten Wochen stark unter Druck geraten. Bitcoin, die größte Kryptowährung der Welt ist seit dem Allzeithoch von 69.000 Dollar im November um 33% gefallen. Das hat einen Domino-Effekt bei den anderen Altcoins ausgelöst.

In dem Abwärtstrend haben sich die Investitionszuflüsse in digitale Anlageprodukte auf 88 Millionen Dollar in der letzten Woche verlangsamt, im Vergleich zu 184 Millionen Dollar in der Vorwoche. Darüber hinaus stellt der makroökonomische Gegenwind eine große Belastung dar, da die US-Notenbank das Tempo des Tapering beschleunigt. Außerdem könnte es im kommenden Jahr schneller als erwartet zu Zinserhöhungen kommen. Dazu sagte Werbach gegenüber Business Insider:

„Die Märkte steigen nicht ewig. All die Leute, die in den letzten zwei Jahren in Kryptowährungen eingestiegen sind, haben nur eine Hausse  der Kryptowährungen erlebt. Doch der gesamte Kryptomarkt, einschließlich der Einführung von Bitcoin 2009 hat sich nur in einer Hausse der Aktienmärkte nach einer globalen Finanzkrise entwickelt.“

80% Bitcoin-Absturz möglich

Nach der Krypto-Hausse von 2017 fiel der Bitcoin-Kurs  2018 um 80%. Viele Krypto-Amateure glauben jedoch offenbar, dass derartige Korrekturen der Vergangenheit angehören, wenn man sich anschaut, wie sehr sich die Institutionen in letzter Zeit engagiert haben. Werbach ist jedoch überzeugt, dass 80-prozentige Abstürze im Kryptomarkt auch heute noch sehr gut möglich sind:

„Wenn man sich in einer Blase befindet – und wir befinden uns im Moment eindeutig in einer Blase – ist es einfach unmöglich, klar zu denken. Es ist unmöglich zu erkennen, dass irgendwann die Blase platzen wird. Ich weiß nicht genau, wann das passiert, aber genau das wird irgendwann mit dem Kryptomarkt passieren. Und dann werden wir sehen, was real ist und was nicht.“

Web 3.0 und Metaverse unrealistisch?

Die beiden Konzepte Web 3.0 und Metaversehaben in letzter Zeit an Fahrt aufgenommen. Außerdem haben Kryptoprojekte, die damit  verbunden sind, in den letzten zwei Monaten ein enormes Wachstum erlebt, und es gab enorme Investitionszuflüsse in beiden Sektoren.

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Werbach ist der Meinung, dass wir uns noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium befinden und dass diese Konzepte zu früh kommen, um realistisch zu sein. Er führt aus:

„Die Idee einer virtuellen Welt mit Assets, die die Menschen tatsächlich besitzen können und die über verschiedene Plattformen hinweg integriert und mitgenommen werden können, passt perfekt und natürlich zu Blockchains mit denen diese Art Assets sicher aufgezeichnet und repräsentiert werden können. Das wird also kommen, aber der jetzige Hype ist der Realität weit voraus. Die Bestrebungen und der Glaube, den viele Menschen haben, und der Wunsch nach einem wirklich inklusiven, partizipativen, offenen Online-Universum sind eine sehr berechtigte Sache. Aber dann schaut man sich an, was tatsächlich passiert. Der größte Teil der Aktivitäten ist immer noch Finanzspekulation, die meisten dieser Plattformen sind noch sehr unreif.“

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