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Wird Satoshi Nakamoto bald enttarnt?

In einer neu eingereichten Klage wird behauptet, David Kleiman habe sich mit Craig Wright zusammengetan, um Bitcoin zu entwickeln und die Firma W&K zu gründen.
Wright bestreitet diese Behauptungen und behauptet, er sei der alleinige Schöpfer von Bitcoin und ebenso der alleinige Eigentümer besagten Unternehmens.

Die wahre Identität des Bitcoin-Erfinders, Satoshi Nakamoto, ist seit der Veröffentlichung des Whitepapers im Oktober 2008 geheimnisumwoben. Ein dreijähriger Rechtsstreit vor einem Gericht in Florida, bei dem es um 64 Milliarden Dollar geht, kann nun vielleicht enthüllen, wer Satoshi Nakamoto ist.
Die Familie des verstorbenen David Kleiman (1967-2013) behauptet, Kleimann sei an der Entwicklung von Bitcoin beteiligt gewesen. Der amerikanische Experte für Computerforensik soll Bitcoin gemeinsam mit einem ehemaligen Geschäftspartner, dem australischen Programmierer Craig Wright, entwickelt haben. Die beiden hätten sich dann das Pseudonym Satoshi Nakamoto gegeben. Kleimans Familie verklagt Wright nun auf die Herausgabe des angeblichen Bitcoin-Anteils von Kleiman.
„Wir glauben, dass die Beweise zeigen werden, dass es eine Partnerschaft gab, um über eine Million Bitcoin zu schürfen,“ sagte Vel Freedman, Anwalt der Kleiman-Familie, dem Wall Street Journal. Ein Zeuge bemerkte, dass Kleiman immer einen „nach Militärstandard verschlüsselten USB-Stick“ bei sich trug, der sehr wertvolle Informationen enthalten könnte.

Steht Satoshi Nakaomot für die Kooperation Kleiman und Wright?

Wright, 51, ist seit 2016 umstritten, weil er behauptet, an der Bitcoin-Entwicklung beteiligt gewesen zu sein. Er hatte die Behauptung kurzzeitig fallen lassen, erneuerte sie aber bald und verklagte diejenigen, die sie bestritten. Seine Anwälte tragen nun vor, man könne die Behauptungen der Kleiman-Familie entkräften und beweisen, dass Wright de facto der einzige Schöpfer von Bitcoin ist. „Wir glauben, das Gericht wird feststellen, dass es nichts gibt, das darauf hindeutet oder belegt, dass sie in einer Partnerschaft waren“, erklärt Anwalt Andrés Rivero.
Im ersten Jahr nach der Gründung wurden mehr als eine Million BTC geschürft, was Satoshi Nakaomoto zu einem der reichsten Menschen machte. In den nächsten zwei Jahren kommunizierte er aktiv mit den Entwicklern über zwei E-Mail-Adressen und Message Boards. Im Dezember 2010 hörte Nakamoto plötzlich auf, öffentlich zu kommunizieren verschwand einfach.
In der Klage beschuldigen die Kleimans Wright, ihren verstorbenen Verwandten im Jahr 2008 angeworben zu haben, um an dem Erklärungsschreiben und der Einführung von Bitcoin mitzuwirken. Außerdem gründete Kleiman 2011 das in Florida ansässige Unternehmen W&K Info Defense Research – angeblich eine weitere Partnerschaft zwischen den beiden. Wright behauptet jedoch, alleiniger Eigentümer des besagten Unternehmens zu sein und bestreitet jegliche Partnerschaft mit Kleiman.

Milliardenschwerer Rechtsstreit

Krypto-Experten bleiben weitgehend skeptisch gegenüber den Behauptungen beider Parteien. Arthur van Pelt, ein Bitcoin-Investor und Wright-Kritiker, sagt, Wright sei „ein Hacker, der die Leute belogen und betrogen und ihr Vertrauen mißbraucht habe“. Es gebe keinerlei unabhängige, glaubwürdige Beweise.
Der Gründer von Ava Labs, Emin Gün Sirer, räumte Kleimans umfangreiche Computerkenntnisse ein, argumentiert aber, diese hätten nicht ausgereicht, um seine Behauptung zu stützen. Der Blockchain-Experte Gavin Andresen sagte vor Gericht, dass der frühe Bitcoin-Code von Satoshi Nakaomot „akademisch“ sei und wahrscheinlich von „jemandem geschrieben wurde, der gerne akademische Qualifikationen anhäuft.“ Das treffe aber wohl nur auf Kleiman zu.
Mit einem aktuellen Kurs von 65.757 Dollar ist das fragliche Bitcoin-Vermögen heute mehr als 65 Milliarden Dollar wert und somit eine der größten Privatklagen der Geschichte. Die Verhandlung soll am 19. November fortgesetzt werden.

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