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Zementierten Jay Clayton und Gary Gensler ihre XRP-Aversion bereits 2018?

Offenbar gab es 2018 ein Gespräch zwischen Gary Gensler und Jay Clayton, in dem Gensler sich begeistert über Bitcoin und feindselig über XRP und Ethereum geäußert haben soll.
Einem Bericht der New york Post zufolge legte das Gespräch den Grundstein für die folgende XRP-Aversion und sogar die berüchtigte Bill Hinman-Rede.

Als Gary Gensler in diesem Jahr die Leitung der US-Börsenaufsichtsbehörde übernahm, sahen viele in der Kryptobranche darin den Beginn einer neuen Ära, die Klarheit und Wohlstand für die aufstrebende Branche bedeuten würde. Es kam jedoch anders. Genser war genauso hart, wenn nicht sogar noch härter als sein Vorgänger. Wie ein Bericht der New York Post jetzt enthüllt, begann Genslers Feindseligkeit insbesondere gegen XRP schon vor Jahren und könnte die Haltung der SEC gegenüber der Kryptowährung beeinflusst haben, noch bevor er die Führung übernahm.

Der Bericht der New York Post enthüllt, dass sich Gensler 2018 mit seinem Vorgänger Jay Clayton traf. Zu dieser Zeit hatte sich Gensler gerade in seiner neuen Rolle als Professor an der MIT Sloan School of Management eingelebt. Ironischerweise diente er am MIT als leitender Berater für die Digital Currency Initiative der Schule und hielt unter anderem ausführliche Vorlesungen über die Blockchain-Technologie.

Laut Charles Gasparino, dem Reporter von Fox Business, der das Treffen 2018 aufdeckte, sprachen die beiden bei dem Treffen darüber, wie stark man Kryptowährungen regulieren könnte.

Unter Berufung auf Quellen, die in das Treffen eingeweiht waren, behauptet der Bericht, Clayton und Gensler hätten sich darüber ausgelassen, dass digitale Währungen weitgehend unreguliert und ein Hort des Betrugs seien. Sie stimmten beide darin überein, dass die meisten Kryptowährungen Wertpapiere seien, die unter die Aufsicht der SEC fallen müssten.

SCOOP (1/3): In March 2018 @GaryGensler then of @MITSloan met w then @SECGov Jay Clayton to discuss #Crypto regulation, stating @Bitcoin should not be considered a security but the SEC should crack down on other aspects of the biz, sources confirmed to @FoxBusiness. The meeting

— Charles Gasparino (@CGasparino) October 12, 2021

Vorliebe für Bitcoin, Ablehnung von Ether und XRP

Gensler war schon immer ein großer Fan von Bitcoin, was er auch während des Treffens zum Ausdruck brachte. Seiner Meinung nach ist Bitcoin die einzige „wahre Kryptowährung“. Diese Überzeugung vertrat er bereits vor seinem Eintritt in das MIT und die SEC, als er noch Leiter der CFTC war, einer weiteren Regulierungsbehörde, die sich mit der Regulierung von Kryptowährungen befasst hat.

Gensler mochte Ethereum nicht, das zu dieser Zeit nicht annähernd so stark war wie heute. Quellen zufolge mochte er XRP noch weniger. Beide, so behauptete er, seien Wertpapiere, die Jargon und regulatorische Unklarheiten nutzten, um Wertpapiervorschriften zu umgehen. Gensler hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er beide – Ethereum und XRP – für Wertpapiere und nicht für Währungen hält. 2018 gab er der New York Times ein Interview, in dem er sagte:

„Für beide – aber insbesondere bei Ripple – spricht viel dafür, dass es sich um nicht konforme Wertpapiere handelt.“

Laut Personen, die dem Wirtschaftswissenschaftler nahe stehen, besteht sein größtes Problem mit XRP und Ether darin, dass Ripple beziehungsweise die Ethereum Foundation die Münzen verkauft und den Erlös zum Aufbau ihrer Plattformen verwendet haben. Das mache sie zu illegalen Wertpapieren.

Doch es kommt noch besser. Drei Monate nach dem Clayton-Gensler-Treffen hielt Bill Hinman 2018 seine berühmt-berüchtigte Rede. Hinman, damals Direktor der Abteilung für Unternehmensfinanzierung bei der SEC, behauptete, dass Bitcoin und Ether keine Wertpapiere seien. Die Rede war Gegenstand intensiver juristischer Auseinandersetzungen zwischen Ripple und der SEC in ihrem laufenden Rechtsstreit. Hinman hat behauptet, dass seine Äußeungen seine persönliche Meinungen waren. Dem Bericht zufolge hatte Clayton jedoch die Rede von Hinman gelesen, bevor dieser sie halten konnte „und einige Reaktionen geliefert“.

Und als ob das nicht schon dubios genug wäre, gibt es auch noch den beruflichen Aufstieg der beiden – Clayton und Hinman – nach ihrem Ausscheiden bei der SEC. Wie CNF berichtete, arbeitet Clayton jetzt bei One River Asset Management, einem Unternehmen, das Bitcoin im Wert von Milliarden Dollar verwaltet. Die Firma hatte sogar einen Bitcoin-ETF beantragt, den Clayton ironischerweise wiederholt abgelehnt hat, als er an der Spitze der SEC stand.

Hinman dagegen ist heute Berater von Simpson, Thatcher und Bartlett, einem Mitglied der Enterprise Ethereum Alliance, die das Wachstum der Ethereum-Blockchain fördern will.

Wählt die SEC die Gewinner und Verlierer aus?

Vor etwa einem Jahr gab es drei Top-Kryptowährungen – Bitcoin, Ethereum und XRP. Während die anderen Altcoins einen bemerkenswerten Aufstieg erlebten, waren dies die drei, die es zu beobachten galt. Die Klage der SEC gegen XRP zerstörte diese Dreifaltigkeit und brachte XRP verheerende Verluste ein, von denen es sich bis heute nicht erholt hat. XRP ist die einzige Kryptowährung in den Top 10, die während der diesjährigen Hausse kein Allzeithoch erreicht hat.

Gasparino glaubt, dass die SEC Gewinner und Verlierer durch Manipulation auswählt, und im Moment gehe es eben gegen XRP und für Bitcoin. Für die Top-Kryptowährung wurde kürzlich ein ETF genehmigt, was darauf hindeute, dass die SEC voll und ganz mit Bitcoin einverstanden sei.

„Ethereum hat einen ICO durchgeführt, warum sind sie [SEC] nicht hinter ihnen her? Es ist einfach eine seltsame regulatorische Sache, die sie hier am Laufen haben. Ich denke, es ist an der Zeit, dass der Kongress einschreitet, wenn sie [die Blockchain-Industrie]es wert ist, gerettet zu werden. Das Internet war es wert, gerettet zu werden.“

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